Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Deutscher Schmerzkongress 2004: Qualität in Forschung und Praxis – Voraussetzung für eine effektive Schmerztherapie

Termin: 6.10.2004, 11:00 Uhr, bis 10.10.2004, 15:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Neue Messe Leipzig
Messeallee 1
04335 Leipzig

Weitere Informationen:
http://www.schmerzkongress.de/2004/

Kurzbeschreibung: er Deutsche Schmerzkongress 2004 findet nach 1994 wieder in Sachsen statt, diesmal in der alten Metropole der Barockzeit – Leipzig. Der letzte Kongress in Münster hat historisch an die Zeit des Westfälischen Friedens erinnert, der 1648 abgeschlossen wurde. Der jetzige Kongress in Leipzig erinnert an Gottfried Wilhelm Leibniz, der kurz vor dem Westfälischen Frieden 1646 in Leipzig geboren wurde. Und Leibniz hat durchaus einige Beziehungen zum Thema „Schmerz“ in seinem Lebenslauf. Er studierte in Paris unter anderem Descartes, der sich ja intensiv mit dem Schmerz beschäftigt hatte. Leibniz selbst hat Leid und Schmerz aus einem metaphysischen Übel abgeleitet, hat aber auch Schmerz als Strafe zur Besserung verstanden. Im Sinne von Descartes ist ein res cogitans eine Einheit aus Geist, Seele, Verstand und Vernunft und damit ganz im Sinne eines modernen Schmerzverständnisses.

Leibniz war ein bedeutender Vertreter des Rationalismus, aber auch ein typischer Mensch der Barockzeit. Er hat versucht, eine Einheit zwischen widerstrebenden Richtungen herzustellen, und er ist heute Namensgeber für den wohl bedeutendsten deutschen Wissenschaftspreis.

Mit all diesem ist Leibniz sicher eine von den Kongresspräsidenten gut gewählte Symbolfigur für einen deutschen Schmerzkongress in einer alten Barock-Metropole.

Leider überschneidet sich diesmal unser Schmerzkongress mit dem Kongress der Neurologen, was ich sehr bedauere. Wir treffen uns eigentlich immer in derselben Zeit Anfang Oktober, so dass ich nur hoffen kann, dass ähnlich bedauerliche Terminüberschneidungen nicht mehr vorkommen. Um so mehr muss man hoffen, dass das Leipziger Programm und die sächsische Umgebung eine ähnliche Anziehungskraft ausüben, wie der Deutsche Schmerzkongress im letzten Jahr, so dass wieder mit zahlreichen Zuhörern zu rechnen ist.

Die diesmal 3 Kongresspräsidenten und das wissenschaftliche Komitee haben intensiv an dem Programm gearbeitet und eine sicherlich hoch interessante Zusammenstellung erreicht. Eine Synthese aus Wissenschaft und Klinik und aus den verschiedenen Facetten der Interdisziplinarität innerhalb der Schmerztherapie. Für diese fleißige und phantasievolle Arbeit sei allen Beteiligten schon jetzt gedankt. Nach Österreich im letzten Jahr ist nun unser östlicher Nachbar Polen unser Partner bei diesem Kongress. Ich begrüße daher unsere polnischen Kollegen besonders herzlich und hoffe auf regen Austausch innerhalb einer dann schon gemeinsamen europäischen Union. Ich freue mich darauf, im Oktober nach Leipzig zu kommen und insbesondere auf einen fruchtbaren interdisziplinären Austausch im Sinne von Descartes und Leibniz – der Verstand ist der Garant der Wahrheit.

Kontakt: Frau Meike Drießen
Pressestelle
Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes
Ruhr-Universität Bochum
44780 Bochum

Tel.: +49 - (0)234 - 3 22 69 52
Fax.: +49 - (0)234 - 3 21 41 36

info@schmerzkongress.de
http://www.dgss.org

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie, Deutsche Schmerzgesellschaft

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